Hundekot bringt Bauer(n) in Not

… so titelt heute die hiesige Lokalpresse. Der Vorsitzende des Bauernverbandes argumentiert mit der schädlichen Auswirkung von Hundekot auf den Feldern auf die Erntequalität und man wolle ja erstklassige Lebensmittel produzieren. Haaalloo?!! Wenn so ein Feld zigmal im Jahr mit Gülle getränkt wird ist das etwa gesünder. Knödeln die Kühe und weitere Viehcherei etwa umweltfreundlicher? Und überhaupt, denkt so ein Bauer dabei an die Geruchsbelästigung, wenn man sein Anwesen neben so einem Feld hat, mal ganz von der Grundwasserbelastung abgesehen. Aber nein, es wird sich heftig über die eine oder andere Tretmine neben dem Feldes aufgeregt. Dieses Umstandes ist man sich offenbar, wenn auch nur schehmenhaft bewusst und argumentiert weiter, und jetzt wird es schildbürgerhaft, dass zur Zeit viele Wildtiere auch Junge haben.

Gassi am Feld

Gassi am Feld

Die könnten sich nämlich durch die Anwesenheit eines Hundes gestört fühlen und die Kleinen könnten sich so sehr erschrecken das sie die Bindung zur ihrer Mutter verlieren könnten. Wie rührseelig! Von welchen Wildtieren wird hier überhaupt gesprochen? Etwa von der Feldmaus oder dem Feldhasen, die beide in Zeiten der industriellen Landwirtschaft zu den bedrohten Arten gehören, aber bestimmt nicht wegen gassilaufender Hunde. Oder meint man etwa die Wildschweinrotten, die natürlich um jedes Feld einen grossen Bogen machen, weil die ja wissen, dass sie im Feld nicht wühlen dürfen. Und ausserdem sind die auch viel reinlicher, denn die knödeln nur weit ausserhalb der Felder. Das wissen die auch, das man im Feld nicht knödeln darf. Aber ganz sicher weiss so ein Hund das er so einer Truppe von Sauen mit ihren Kleinen nicht zu Nahe kommen darf. Wenn nicht wird er es schmerzhaft erfahren. Also was soll das Ganze? Sicher bringt der gemeine gassilaufende Hund keine Nutzen für den Bauer. Aber wenn man sich mal die Landschaftsnutzung in grossen Teilen Deutschlands anschaut, wird man schnell feststellen, dass das meiste Land eben kultiviert oder Infrastruktur ist. Dem Hundbesitzer bleiben in “freier” Natur eben nur die Wege zwischen den Feldern, um mit seinem Hund mal etwas freier, also ohne Leine, Gassi zu gehen.
Also liebe Hundehalter, wenn ihr nun mit Bello unsere schöne Gegend besuchen möchtet, dann steckt auch ganz viele Taschentücher ein. Nicht um die etwaigen Hinterlassenschaften eueres Lieblings zu entsorgen, sonder für all die Not leidenden Bauern die hier weinend am Feldrand stehen.  Liebe Bauern ich denke es scheint euch ein wenig zu gut zu gehen, wenn ihr das zur Notsituation erklärt. Mir bleibt da nur Kopfschütteln. :))

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