Solidarität mit den Kurden

Es gibt einige ethnische Gruppen denen ihre daseins Berechtigung von der Weltgemeinschaft abgesprochen wurde. Die Semiten gehören dazu, aber auch die Kurden. Ihr Siedlungsgebiet befindet sich im Norden Syriens und Irak, im Westen des Iran und im Südosten der Türkei. Besonders das Verhältnis der Türkei zu den Kurden ist uns immer noch präsent. Wir denken gleich an Öcalan und die Arbeitergewerkschaft PKK, die in der Türkei so manchen Anschlag verübt hat und auch international als Terrororganisation gesehen wird. Dabei wird aber gerne übersehen, das die Kurden seit 1945 in mehreren Schritten ihrer kulturellen Wurzeln und Identität in der Türkei beraubt wurden. Also offiziell verboten wurde das Tragen der kurdischen national Kleidung, sowie der Gebrauch der Sprache in der Öffentlichkeit. Später, 1967 erfolgte ein erneutes offizielles Verbot von kurdischer Sprache, kurdischer Musik, kurdischer Literatur und Zeitungen. Spannungen zwischen den Kurden und der Türkei, auch vor dem Hintergrund, dass die Kurden ca. 20% der türkischen Bevölkerung ausmachen, waren darauf hin vorprogrammiert.
In jüngster Zeit, genauer gesagt seit 2013, gibt es jedoch wieder eine Annährung. Ja sogar Friedensverhandlungen wurden geführt und eine kurdische Partei zog in das türkische Parlament ein. Alles sah Klasse aus, zumindest für die Kurden in der Türkei. Bis vor einigen Wochen ein Bombenattentat mit vielen Toten vermutlich von der Terror Miliz IS in der Türkei verübt wurde. Der Grund für die Türkei aktiv am Kriegsgeschehen an seinen Aussengrenzen teil zu nehmen. Das würde zunächst von der Weltöffentlichkeit und der NATO sehr begrüsst. Jedoch zeigte sich sehr schnell wogegen die Türkei gedenkt zu Felde zu ziehen, nämlich wieder gegen die Kurden. Der türkischer President Erdogan hat sich quasi die Genehmigung für eine Stellvertreterkrieg gegen die aus seiner Sicht verhassten Kurden abgeholt. Was der Mann macht ist wie mit dem Feuer neben einem Bezinfass zu spielen. Für die Kurden ist es natürlich ein Grund auf die Strasse zu gehen und ihre Demonstration richtete sich auch konkret gegen die Machenschaften von Erdogan und seiner AKP. Was mich in diesem Zusammenhang besonders wütend macht ist die Tatsache, dass dieser Umstand vom westlichen Bündnis in der Öffentlichkeit einfach totgeschwiegen wird. Man darf dafür türkische Airbasen benutzen. Wie so oft; “Der Zweck heilig die Mittel”

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